Was ist In-vitro-Fleisch? Eine Frage, viele Antworten (1)

Die aktuelle Ausgabe des Magazins „Food Phreaking – The Journal of Experiments, Exploits and Explorations of the Human Food System“ mit dem Titel „What Is In Vitro Meat?“ (Was ist In-vitro-Fleisch) wurde von Neil Stephens, Cathrine Kramer, Zack Denfeld und Roger Strand herausgegeben und vom The Center for Genomic Gastronomy im Februar 2016 veröffentlicht.

Food Phreaking is where food, technology & open culture meet.

In dem Magazin kommen Wissenschaftler und andere Experten zum Thema In-vitro-Fleisch zu Wort; darunter Entwickler, Befürworter und Gegner. Die kurzen Texte ermöglichen eine vielfältige Sicht auf das Thema. Sie verdeutlichen die Herausforderungen einer neuen, emergierenden Technologie. In-vitro-Fleisch ist eine Technologie in einer frühen Phase des Innovationsprozesses, die bisher nur in kleinem Maßstab und in wenigen Laboren hergestellt wird. Technische Fragen der Perfektionierung und Hochskalierung des Herstellungsprozesses sowie gesellschaftliche Fragen zur Bedeutung und Akzeptanz von In-vitro-Fleisch werden in den Beiträgen diskutiert.

Die Frage „Was ist In-vitro-Fleisch?“ lässt sich durch eine kurze Begriffsdefinition nicht erschöpfend beantworten. Vielmehr sind in ihr weitere Fragen enthalten: Was könnte In-vitro-Fleisch sein? Wie könnte In-vitro-Fleisch (im großen Maßstab) hergestellt werden? Und: Welche Auswirkungen hätte In-vitro-Fleisch auf unser Alltagsleben bzw. unsere Essgewohnheiten? Obwohl noch nicht im Supermarkt erhältlich, ist eine breite Diskussion über In-vitro-Fleisch von Anfang an notwendig, so die Autoren.

Although in vitro meat is not currently a commercial reality, we believe we need a wide ranging debate about it from the outset.

In-vitro-Fleisch ist…

...eine emergierende Technologie (Mark Post)

...kultiviert (Isha Datar)

...ein Versprechen (Neil Stephens)

In diesem Blogbeitrag werden die ersten drei Artikel aus dem Magazin vorgestellt. Ein zweiter Blogbeitrag beschäftigt sich mit den Essays von Cathrine Kramer und Bernard Roelen. Der dritte Blogbeitrag stellt die Beiträge von Louis Lemkow und Clemens Driessen/Cor van der Weele vor.